Grundidee
Die gruppendynamischen Fachverbände Österreichs und Deutschlands
wollen mit einer gemeinsamen gruppendynamischen Veranstaltung – einem
transnationalen Training – Interessierten die Erfahrung der Arbeit mit
bzw. in einer großen Gruppe ermöglichen. Das Lernfeld der Gruppendynamik
wird genutzt, um die Bedingungen der Kooperation und Steuerung in
komplexen Systemen, die Vernetzung von Gruppen und die Dynamik von
Organisationen zu erforschen.
Inhalt
Schon in kleinen Gruppen ist es auch für die mit ihrer Leitung und Führung
Beauftragten nicht möglich, das Geschehen einseitig zu kontrollieren.
In einer großen Gruppe gilt dies in gesteigertem Maße. Hier zeigt sich ein
Grundproblem jeder sozialen Organisation. Aus den intentionalen Handlungen
ihrer Mitglieder entstehen Wirkungen und Folgen, die jenseits dieser Intentionen
liegen, mit denen die Betroffenen aber umgehen müssen. Diese Schwierigkeit
wächst noch, je größer die Unterschiede zwischen den Mitgliedern der Gruppe
sind, im Hinblick z.B. auf Kultur, Sprache, Geschlecht, Beruf.
Die Unsicherheit, die aus dieser Überkomplexität entsteht, kann zu überregulierten Organisationsformen führen, die nur schwerfällig auf Veränderungen reagieren können. Eine Unterregulierung wiederum kann zu destruktiven Konflikten führen.
Ziele
Diese gruppendynamische Veranstaltung macht es sich zur Aufgabe,
- die Komplexität großer Gruppen abzubilden,
- gleichzeitig Bedingungen herzustellen, die ihre Reflexion ermöglichen.
- Freiheitsgrade zu eröffnen, denen in großen Gruppen und Organisationen sonst enge Grenzen gesetzt sind,
- ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge und Prozesse großer
Gruppen herzustellen, - neue Handlungsoptionen in dem dynamischen Geschehen zu entwickeln,
- die Differenzierung zwischen der Laborsituation des Trainings und der
Bewährung im Alltag zu eröffnen, - die Balance zwischen persönlichem Sicherheitsbedürfnis und Experimentier-
bereitschaft zu finden.
Lernformen sind
die große Gruppe (GG) aller TeilnehmerInnen (32-60) und TrainerInnen: das Seminar organisiert sich, Subgruppen bilden sich, alle Aktivitäten laufen hier zusammen.
die kleine Gruppe (KG) von 8-12 TeilnehmerInnen, begleitet von einer/m Trainer/in.
selbstorganisierte Arbeitsformen (SO) mit Fokus auf das Geschehen im Seminar oder auf die Arbeitsfelder der Teilnehmenden.
reflektierende Arbeitsformen (RZ) zur Metakommunikation wie Feedback in und zwischen Gruppen, Fishbowl, reflektierendes Team, offener Staff ...
Inputs greifen den gemeinsamen Prozess auf und erweitern den Blick durch Außenperspektiven aus dem Gastgeberland und einer anderen Fachlichkeit.
Design
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag |
| KG 2 | KG 3 | KG 4 | KG 5 | KG 6 | |
| Eröffnung GG1 |
GG 3 | GG 4 | GG 5 | GG 7 | GG 8 Abschluss |
| GG2 | SO 1 | SO 2 | GG 6 | SO 3 | |
| KG1 | Input 1 RZ 1 |
Input 2 RZ 2 |
RZ 3 | Input 3 RZ 4 |






