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Literaturhinweise

Einen guten Überblick über das gruppendynamische Verständnis von Gruppe, daraus abgeleitete Arbeitsprinzipien und Arbeitsformen, und was darin gelernt werden kann, finden Sie in
Oliver König, Karl Schattenhofer (2010), Einführung in die Gruppendynamik, Heidelberg: Carl Auer Compact, 4. Auflage, 125 Seiten, 9 Abb., € 12,95, ISBN 978-3-89670-609-6, zuerst 2006.
Eine Verlagsinformation zu diesem Buch können Sie hier herunterladen.


GruppendynamikerInnen arbeiten schon seit Jahrzehnten mit großen Gruppen, im Kontext von gruppendynamischen Trainings und Organisationslaboratorien ebenso wie im Kontext von Organisationen. In den frühen Jahren waren diese Veranstaltungen experimentell in dem Sinne, dass auch die TrainerInnen nicht genau wussten, welche Prozesse in Gang gesetzt wurden und wie diese zu steuern waren. Daraus entwickelten sich mit der Zeit unterschiedliche Formen der Arbeit mit großen Gruppen, je nach Kontext und Zielsetzung. Eine gute Schilderung dieser Entwicklung findet sich in einem Aufsatz von Lothar Nellessen, den Sie sich hier herunterladen können.
Lothar Nellessen (2003), Großgruppen – Funktion und Bedeutung in der Angewandten Gruppendynamik, in: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik, Jg. 39, H. 2, S. 22-45.


Diese frühen gruppendynamischen Experimente haben sich mit anderen Konzepten verbunden, vor allem aus dem systemischen Denken. Daraus sind verschiedene Anwendungen für große Gruppen hervorgegangen, vor allem innerhalb von Organisationen, über die inzwischen einige Literatur vorliegt. Genannt seien hier die Formate Zukunftskonferenz, Real-Time-Strategic-Change-Konferenz, Open Space, World Café und einige mehr. Die in dieser Literatur dargestellten Arbeitsformen zeichnen sich aus gruppendynamischer Sicht dadurch aus, dass sie für unterschiedliche Zielsetzungen Designs formulieren, die in und mit einer großen Gruppe die Arbeit an diesen Zielen ermöglichen.
Einen guten Überblick hierzu bietet das Buch von
Ruth Seligern (2008), Einführung in Großgruppen-Methoden, Heidelberg: Carl Auer Compact, 126 Seiten, 18 Abb., € 12,95, ISBN 978-3-89670-618-8.


Empfehlenswert ist auch ein etwas älterer Titel von
Roswita Königswieser und Monika Keil (2008)(Hrsg.), Das Feuer großer Gruppen. Konzepte, Designs, Praxisbeispiele für Großveranstaltungen, Stuttgart: Klett-Cotta, 2. Auflage, 439 Seiten, € 41,00, ISBN-10: 3608910263, zuerst 2000.


Trotz mancher Ähnlichkeit unterscheidet sich das Design dieses Seminars, das Sie auf der Startseite finden, von diesen Arbeitsformen in einem entscheidenden Punkt. Das gruppendynamische Experiment „Große Gruppe“ ist selbstreflexiv angelegt. Es folgt damit einem lange erprobten gruppendynamischen Arbeitsprinzip. Zielsetzung dieser Veranstaltung ist es nämlich, in einer großen Gruppe etwas über Strukturen und Prozesse von großen Gruppen zu lernen, und zwar anhand der großen Gruppe, in der gelernt wird.


Die Literatur zu diesem Experiment gilt es, gemeinsam zu schreiben. Kommen Sie zum Experiment „Große Gruppe“, werden Sie MitautorIn.